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So heiratet Deutschland – die Studie der kartenmacherei

Auch in diesem Jahr hat die kartenmacherei wieder ihre Studie zum Thema „So heiratet Deutschland“ veröffentlicht. Diese Studie wurde 2017 zum ersten Mal in Auftrag gegeben und wird seitdem jährlich wiederholt.

Insgesamt wurden 1.584 Personen befragt und die Studie wurde nach regionalen, geschlechtsspezifischen und altersspezifischen Unterschieden ausgewertet.

Bereits im Juli 2017, kurz nach Veröffentlichung der ersten Studie, habe ich hierzu einen Bericht geschrieben. Schauen wir doch mal was sich in den letzten beiden Jahren zum Thema „So heiratet Deutschland“ geändert hat.

Das Kennenlernen

Trotz großer Vielfalt von verschiedenen Onlineplattformen und Dating Apps, lernen sich die meisten Paare über den Freundeskreis kennen. Erst in zunehmendem Alter steigt das Interesse am Onlinedating.

Die Zeit zwischen dem Kennenlernen und der Heirat kann in Deutschland durchaus lang werden. 37% der Befragten heiraten zwischen dem 3. und 7. Jahr nach dem Kennlernen. Weitere 32% brauchen sogar noch länger – nämlich sieben bis 15 Jahre.

Heiratsgründe

Die Liebe steht an erster Stelle. Daran hat sich Gott sei Dank auch seit der letzten Studie nichts geändert. Jedoch spielen rechtliche Vertretungsvollmachten auch eine relativ hohe Rolle, wenn man die Befragten nach dem Grund der Heirat fragt.

Die Trauung

Zwar ist eine kirchliche Hochzeit mittlerweile auch ohne standesamtliche Trauung möglich, tatsächlich rechtskräftig ist jedoch nur der standesamtliche Ehebund. Dementsprechend entscheiden sich 95 Prozent der Befragten für eine standesamtliche Eheschließung. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der kirchlichen Trauungen leicht angestiegen, von 36 Prozent auf 37 Prozent für 2019. Freie Trauungen liegen aber noch nach wie vor im Trend.

Die Finanzierung

Selbst ist der Mann – und auch die Frau. 83 Prozent der Befragten geben an, ihre Hochzeit zumindest zum Teil selbst finanziert zu haben. Etwa ein Viertel (26 Prozent) der Selbstfinanzierer erhielt dabei zusätzlich finanzielle Unterstützung von Eltern und Schwiegereltern. Ganze 62 Prozent aller Befragten trugen die Kosten allein, ohne weitere Unterstützung. Das ist ein deutlicher Anstieg, denn im Vorjahr trugen nur rund 42 Prozent der Befragten die Kosten komplett selbstständig. Bei weniger als einem Prozent der Brautpaare übernahmen die Eltern die Hochzeitskosten komplett. Für 35 Prozent hingegen stellten Geldgeschenke zur Hochzeit eine wichtige Finanzierungshilfe dar.

Tabus

Weiß ist die Farbe der Braut. Dementsprechend ist für 52 Prozent der Befragten ein Gast in einem weißen Kleid ein absolutes Tabu. Knapp ein weiteres Viertel findet es zumindest schlimm, wenn ein Gast Weiß trägt. Doch nicht jede Braut möchte unbedingt die Einzige in Weiß sein. Ganze 18 Prozent der Befragten finden einen Hochzeitsgast in einem weißen Kleid durchaus akzeptabel, sieben Prozent finden es sogar vollkommen in Ordnung.

Zudem möchten Brautpaare an ihrem großen Tag im Mittelpunkt stehen. So geben 88 Prozent der Befragten an, dass sie es als schlimm bis absolut tabu empfinden, wenn sich Gäste in den Vordergrund spielen. Auch Langeweile ist nicht gern gesehen: 79 Prozent der Deutschen finden es nicht in Ordnung, wenn die Gäste nicht tanzen und 74 Prozent ärgern sich über Gäste, die sich draußen tummeln und dadurch die Feierlichkeiten verpassen. Weiterhin empfinden knapp drei Viertel der Befragten Reden, die Peinlichkeiten über die frisch Vermählten zum Thema haben, als schlimm bis absolut tabu.

Hochzeitsgäste machen auf einer Hochzeit durchschnittlich 500 Fotos. Das öffentliche Teilen dieser Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram, ist für knapp ein Viertel der Befragten absolut tabu, weitere 21 Prozent finden es schlimm. Besser ist da eine Hochzeitsfoto-App, in der alle Gäste ihre Bilder hochladen und miteinander teilen können: Kostenlose Hochzeits-App jetzt downloaden.

Mit Gästen ohne Geschenk oder zu spät kommenden Gästen kann gut jeder zweite Befragte leben, ebenso finden 43 Prozent der Deutschen übermäßigen Alkoholkonsum verzeihbar.

Der Vergleich der Geschlechter zeigt, dass Männer und Frauen ähnlich ticken beim Empfinden darüber, was auf einer Hochzeit tabu ist und was nicht. Dennoch zeigen sich einige kleine Unterschiede. Insbesondere auf einen Gast in Weiß reagieren die Damen allergisch: 76 Prozent der befragten Frauen empfinden dies als schlimm bis absolut tabu, bei den Männern sind es nur 71 Prozent. Ein deutlicher Unterschied besteht jedoch bei nicht tanzenden Gästen: 81 Prozent der Frauen finden dies schlimm bis absolut tabu, bei den Männern sind es nur 67 Prozent.

Bei einem Gast ohne Geschenk können 59 Prozent der Männer ein Auge zudrücken, aber nur 51 Prozent der Frauen. Das Veröffentlichen von Handybildern in den sozialen Netzwerken sehen Männer ebenfalls strenger als Frauen: 52 Prozent der Männer finden es absolut tabu bis schlimm, bei den Frauen sind es nur 44 Prozent.

Wie steht ihr zu dieser Studie ? Könnt ihr dem zustimmen oder seid ihr ganz anderer Meinung zu den einzelnen Themen ?

Foto : Jenny Egerer

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